Schlafapnoetherapie

Bei der Schlafapnoe handelt es sich um nächtliche Atempausen in erhöhter Anzahl, wodurch die Schlafqualität beeinträchtigt wird. Die Atemaussetzer entstehen meistens durch einen engen Rachenraum (obstruktive Schlafapnoe), selten durch einen fehlenden Atemimpuls im Gehirn (zentrale Schlafapnoe).

CPAP Therapie

Die medizinische Standardtherapie ist die sogenannte CPAP Therapie (kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck). Hierbei steht ein kleines Therapiegerät auf dem Nachttisch. Dieses Gerät erzeugt aus der Raumluft mittels einer kleinen Turbine einen leichten Überdruck im Millibarbereich. An das Gerät angeschlossen sind ein Schlauch mit einer Maske. Die Maske wird vom Patienten getragen. Hierdurch kann der Überdruck auf den Rachen übertragen werden. Die Atemwege werden so von innen geschient und können nicht mehr zusammenfallen. Der Patient kann in der Nacht frei atmen.
Eine Einstellung auf die Therapie ist unter Kontrolle des Schlafs und der Atmung im Schlaflabor erforderlich. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Therapiedruck richtig eingestellt ist und alle Körperlagen und alle Schlafstadien korrekt behandelt werden.

Die Einstellung ist sowohl in der Woche als auch am Wochenende in unserem Schlaflabor möglich.

Masken:

Bei den Masken kommen Nasenmasken und Nasenmundmasken zum Einsatz. Als erstes sollte versucht werden eine Nasenmaske anzupassen. Ist dies nicht möglich da die Nasenatmung nicht ausreicht für die Therapie oder der Mund nicht geschlossen gehalten werden kann ist auch eine Nasenmundmaske möglich. Nasenmasken haben jedoch eine kleinere Fläche und damit ist auch nur ein geringerer Anpressdruck zur Gewährleistung der Dichtigkeit erforderlich.

Luftbefeuchter

Bei einem Teil der Patienten entsteht durch den Überdruck eine Austrocknung der Schleimhäute oder eine Reizung der Nasenschleimhäute. Diese Beschwerden können durch einen zusätzlichen Luftbefeuchter in den meisten Fällen gut behandelt werden.

Therapiealternativen:

Unterkieferprotusionsschiene:

Sollte die CPAP Therapie nicht genutzt werden können (z.B. Probleme mit dem CPAP-Druck oder eine Maske kann nicht toleriert werden), so ergibt sich bei einem Teil der Betroffenen als Therapiealternative eine Unterkieferprotusionsschiene. Insbesondere gilt dies für eine leichte und mittelschwere Schlafapnoe.

Die Kostenerstattung ist eine Einzelfallentscheidung der Krankenkasse.

Zungenschrittmacher

Als zusätzliche neue Alternative besteht seit ein paar Jahren die Möglichkeit eines sogenannten Zungenschrittmachers. Bei dieser Behandlungsform handelt es sich jedoch nur um eine Behandlungsform für Patienten, die definitiv mit anderen Therapieformen nicht zurecht kommen. Zusätzlich sind weitere Untersuchungen erforderlich, da eine entsprechende Therapie nicht jedem Patienten helfen kann.

Seltenere Therapieformen bei komplexer Schlafapnoe

Bilevel/BIPAP/ ASV Therapie

Diese Form der Therapie wird hauptsächlich bei der zentralen Schlafapnoe gewählt. Da dabei vom Gehirn kein Atemimpuls in den Phasen der Atempausen gesendet wird, muss in diesem Fall das Gerät die Atmung übernehmen. Das Therapiegerät erzeugt dafür einen wechsenden Druck für die Ein- und Ausatmung, der über Schlauch und Maske auf den Nasenrachenraum und die Atemwege übertragen wird. Dies ist durch die modernen Therapiegeräte gut lösbar.

HEIMBEATMUNG

Bei fortgeschrittener COPD kann eine Überlastung der Atemmuskulatur auftreten. Dies bedeutet, dass die Schwere der Erkrankung die Atemmuskeln so stark beansprucht, dass sie nur mit Mühe die normale Atmung aufrechterhalten können. Dies führt bei betroffenen Patienten zur Verstärkung der Atemnot.

Sehr starkes Übergewicht, schwere Wirbelsäulenverkrümmungen (Skoliose), einseitige Zwerchfelllähmungen und andere seltene Erkrankungen können dieses Krankheitsbild ebenfalls verursachen.

Zur Behandlung erfolgt die Einleitung einer sogenannten Heimbeatmung. Hierbei erzeugt ein Beatmungsgerät einen wechsenden Überdruck, der über Schlauch und Maske auf den Nasenrachenraum und die Atemwege übertragen wird. Dadurch kann die Atmung des Patienten entlastet werden und die Atemmuskulatur kann ihre Energiereserven auffüllen. In der Regel nutzen die Patienten eine solche Heimbeatmung während des Schlafs.

Wir führen in unserer Praxis die komplette Diagnostik durch inklusive auch einer nächtlichen Schlaflabormessung mit einer speziellen Messung der Kohlendioxidwerte im Schlaf.

Die Einleitung der Therapie ist in einer speziellen lungenfachärztlichen Abteilung erforderlich, hierzu arbeiten wir eng mit den entsprechenden Kliniken zusammen.